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Feuer und
Flamme für Vorarlberg.

Das Funkenfest 2017 in Wien.

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Der Wiener Funken der Funkenzunft Gaißau kurz nach der Fertigstellung. Der Wiener Funken 2017 der Funkenzunft Gaißau kurz nach der Fertigstellung.

Noch voller Zuversicht: Karin und Karlheinz Kopf, Ulrike Kinz und Marco Gayde. Noch voller Zuversicht vor dem Funkenabbrennen: Karin und Karlheinz Kopf, Ulrike Kinz und Marco Gayde (v.li.).



Funken 2017 am Himmel.

Das war das Vorarlberger Funkenfest in Wien.
Leider musste der heurige Vorarlberger Funken in Wien, der von der Funkenzunft Gaißau rund um Funkenmeister Marco Gayde errichtet wurde, aufgrund des zu starken Windes abgesagt werden.

Dies konnte der hervorragenden Stimmung aber keinen Abbruch tun: Trotz fehlendem Funkenfeuer und des schlechten Wetters fanden sich rund 500 Personen am 18. März 2017 am Himmel ein, darunter der Obmann der Vorarlberger Funkenzunft in Wien und Zweiter Präsident des Nationalrats Karlheinz Kopf mit seiner Gattin Karin, Ortsvorsteher Adi Tiller, Casino- und Lotterien-Chef Karl Stoss, Diplomat Michael Linhart, ORF-Moderator Stefan Gehrer und Ulrike Kinz, Obfrau des Vereins der Vorarlberger in Wien.

Viele begeisterte Gäste, Vorarlbergerinnen und Vorarlberger sowie Wienerinnen und Wiener feierten bei Funkaküachle im Festzelt und Käsknöpfle im nahegelegenen Restaurant Oktogon noch ausgelassen weiter – und schmiedeten bereits Pläne für den nächsten gemeinsamen Funken 2018.

Der heurige Funken wurde am nächsten Tag in der Abendämmerung, als sich das Wetter besserte, angezündet und im Beisein der Berufsfeuerwehr Wien kontrolliert abgebrannt. Mit diesem Video (© Am Himmel 2017) haben sie die Möglichkeit, das Funkenabbrennen zumindest im Nachhinein zu erleben.



Das Funkenfest 2017 in Wien.

Funken in Wien | Feuer und Flamme am 18. März 2017 in Wien-Döbling.
Am Himmel | Himmelstraße 125 / Ecke Höhenstraße
Den frostigen Winter und böse Geister soll das Vorarlberger „Funkenfest“ vertreiben – zumindest der alemannischen Tradition nach. Auch die Wiener und insbesondere die in Wien und Wien Umgebung ansässige Vorarlberger Community, großteils organisiert im Verein der Vorarlberger in Wien, wollen dem Winter den Garaus machen: Am Himmel in Wien-Döbling wird am Samstag, dem 18. März 2017, von 12 bis 22 Uhr mit Blasmusik und Vorarlberger Spezialitäten auch das (zugegebenerweise etwas verspätete) Faschingsende gefeiert. Das Funkenfest am Himmel findet nämlich aus organisatorischen Gründen immer einige Wochen nach dem eigentlich Funkensonntag (erster Sonntag nach Aschermittwoch) statt, da für den Aufbau und Abbrennen des Funkens eigens eine Vorarlberger Funkenzunft nach Wien anreist.

Heuer ist die Funkenzunft Gaißau in Wien-Döbling zu Gast.

16 Uhr | Kinderfunken.
Für die Kinder werden bereits ab 16 Uhr „kleine Funken“, die sogenannten Kinderfunken, in Feuerschalen im Lebensbaumkreis, einer kreisförmigen Ansammlung von 40 Bäumen, die einer gewissen Geburtsdekade (ähnlich unserer Sternzeichen) zugeschrieben sind, entzündet und Musik gespielt.

19 Uhr | Begrüßung und Information über den Brauch.
Karlheinz Kopf | 2. Präsident des Nationalrats, Obmann der 1. Vorarlberger Funkenzunft in Wien
Harry Kopietz | 1. Präsident des Wiener Landtages
Adi Tiller | Bezirksvorsteher Döbling
Gerhard Heilingbrunner | Kuratorium Wald, Himmel
Marco Gayde | Funkenmeister der Funkenzunft Gaißau

Anschließend beginnt die Funkenzeremonie und das Entzünden des Funkens. Ab ca. 20.30 Uhr können Sie im angrenzenden Restaurant Oktogon des Vorarlbergers liebste Speise, „Käsknöpfle“ mit dreierlei Käsesorten, geniessen. Sitzplätze sind zu dieser Zeit rar – daher rechtzeitig reservieren.

Musikalisches Klangfeuerwerk am Himmel.
Der Funken wird mit einem musikalischen Klangfeuerwerk entzündet. Für die musikalische Umrahmung sorgen der Musikverein Gaißau und das 47er Alphorntrio. Daraufhin wird im Festzelt beim Lebensbaumkreis gefeiert.

Das Vorarlberger Funken-Fest in Wien erfreut sich großer Beliebtheit. Parkplätze sind auf der Himmelstraße und Umgebung (Am Bellevue, Bellevuestraße, Am Cobenzl) nur in geringer Zahl vorhanden. Darum empfiehlt sich eine Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Zum „Himmel“ gelangen Sie mit der U-Bahnlinie U4 bis Heiligenstadt, dann mit der Buslinie 38A bis zum Cobenzl, von dort sind es knapp 7 Gehminuten zum Himmel. Die Linie 38 A (U4 Station Heiligenstadt – Am Cobenzl) wird zum Funkenfest 2017 verstärkt geführt. Bitte beachten Sie, dass auf der gesamten Höhenstraße absolutes Halte- und Parkverbot gilt.

Vorarlberger Funkenfest.
Samstag, 18. März 2017 ab 12 Uhr
Lebensbaumkreis Am Himmel | 1190 Wien
Himmelstraße 125 / Ecke Höhenstraße
Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt.

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Vorarlberger Funken am Himmel in der Abenddämmerung

Vorarlberger Funkenbrauch.

Der Vorarlberger Funkenbrauch wurde 2010 in die UNESCO-Liste Immaterielles Kulturerbe in Österreich (nationales Kulturgut) aufgenommen.
Der Funkenbrauch (Funken) ist ein Feuerbrauch, der heute noch im schwäbisch-alemannischen Raum (Vorarlberg, Liechtenstein, Schweiz, Schwarzwald, Allgäu, Oberschwaben sowie im Tiroler Oberland und Vinschgau), aber auch in Ostfrankreich und bis in die Gegend von Aachen verbreitet ist. Jedes Jahr am Funkensonntag, manchmal auch am Samstag davor, werden die Funken abgebrannt. In Vorarlberg und im Allgäu bestehen diese meist aus einem kunstvoll aufgeschichteten Holzturm, im westlichen Oberschwaben eher aus einem großen Strohhaufen, und im Rheintal wird vor allem Schnittholz (Astwerk) verwendet.

Funkenzunft.
Der Funken in Vorarlberg ist zum Landesbrauch schlechthin geworden. Daher wurden in zahlreichen Gemeinden eigens für die Durchführung des Funkens Funkenzünfte gegründet. Mit der einhergehenden Professionalisierung der Durchführung wurden die Funken immer höher und kunstvoller gebaut. Die einzelnen Funkenzünfte entwickelten über die Jahre hinweg unterschiedliche Funkenbauweisen und Begleitprogramme, sodass heute eine einzigartige Vielfalt existiert.

Aufbau.
In Vorarlberg wird traditionell am Faschingsdienstag die Funkentanne geschlagen. In derselben Woche wird in der Bevölkerung Brennmaterial gesammelt. Für den Funkenbau werden oftmals alte Christbäume, Paletten oder anderes Abfallholz verwendet. Am Samstag vor dem Funkensonntag wird mit dem Aufbau des Funkens begonnen. Im Inneren wird das weitere gesammelte Brennmaterial untergebracht. Den Kern der Konstruktion bildet die Funkentanne, ein bis auf den Wipfel entasteter Baumstamm, auf dessen Spitze eine Hexenpuppe, die Funkenhexe (auch mancherorts umgangssprachlich als „Winterhäx“ bezeichnet) hängt. Vor allem im Allgäu und in Vorarlberg, ist die Funkenhexe mit Schießpulver gefüllt.

Funkensonntag und Fastenzeit.
Mit Funkensonntag bezeichnet man den ersten Sonntag nach Aschermittwoch, also den ersten Fastensonntag. Der Funken wird nach Einbruch der Abenddämmerung unter den Augen der Dorfbevölkerung angezündet. Der brennende Funken hat mit der vermeintlichen Winteraustreibung zwar auch zu tun, symbolisiert aber eher das Ende des Faschings und den Beginn der Fastenzeit. Die größten Funken können eine Höhe von bis zu 30 Metern erreichen. Im Jahr 2000 schaffte die Funkenzunft Gaißau mit einem 40-Meter-Turm sogar den Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde.

Die Praxis des Funkensonntags ist in ganz Vorarlberg verbreitet. Fast in jeder Gemeinde findet ein eigener Funken statt, mancherorts sogar mehrere Funken, die von verschiedenen Funkenzünften veranstaltet werden. Die Herleitung des Funken als heidnisches Brauchtum ist wissenschaftlich nicht haltbar. Er hatte früher ganz pragmatische Ursachen und war ursprünglich nichts anderes, als eine öffentliche Entrümpelung, vor allem die Verbrennung von Unrat im Zuge der Frühjahrsreinigung von Haus und Wiese. Heute wird dies aus umwelttechnischen Gründen verständlicherweise nicht mehr praktiziert.

Funkenwache.
In der Nacht auf den Funkensonntag passt eine Funkenwache auf, damit der Funken nicht frühzeitig von den „Wettbewerbern“ aus den Nachbardörfern angezündet wird. Die wirtschaftlichen Interessen, die heute vielerorts mit diesem Brauch verbunden sind, haben dazu geführt, dass dieser althergebrachte Streich heute sogar strafbar ist. Trotzdem finden solche „Anschläge“ vereinzelt noch statt.

Abbrennen.
Bei Einbruch der Dunkelheit werden die Funken, meist nach einer feierlichen Ansprache der Funkenzunft, unter den Augen der Dorfbevölkerung angezündet, die auf die Explosion der Funkenhexe wartet. Erreichen die Flammen des Funkens die Hexenpuppe, explodiert sie mit einem lauten Knall, was besonderes Glück verheißt. Es gilt allgemein als schlechtes Omen, wenn der Funken umfällt, bevor die Hexe explodiert ist. In diesem Fall wird die Hexe am darauffolgenden Sonntag in einer Zeremonie „beerdigt“. Nach der Explosion der Hexe wird oft noch ein Feuerwerk abgebrannt.

Funkenwirtschaft.
Früher wurde in manchen Gegenden (etwa nordwestlich des Bodensees) in den Funken ein Raum für die Funkenwirtschaft eingebaut, in der bis kurz vor dem Anzünden bewirtet wurde. Aus Sicherheitsgründen wird heute in einem Zelt neben dem Funken gefeiert. Mancherorts ziehen die Dorfbewohner bei Einbruch der Dämmerung in einem Fackelzug zum Funkenplatz. In einigen Gemeinden wird am Nachmittag auch ein Kinderfunken abgebrannt. Der Zug wird oftmals von einer Dorfmusik, einem Gesangsverein oder Fackelschwingern begleitet. Ansonsten trifft man sich gegen Abend in der Funkenwirtschaft bzw. im Funkenzelt und versammelt sich zu gegebener Zeit um den Funken.

Zum Vorarlberger Funkenfest gibt es neben der musikalischen Umrahmung regionale Spezialitäten, wie „Funkaküachle“ aus Hefeteig, „Käsknöpfle“ und „Schübling“ sowie Bier, Schnaps, Glühwein oder Glühmost und neben alkoholfreien Getränken auch heißen Zimt-Apfelsaft.

Dorfgemeinschaft.
Für die örtlichen Dorfgemeinschaften war und ist der Brauch nach wie vor identitätsstiftend: die gemeinschaftliche Organisation des Brennmaterials, das Funkenbauen, der Wettbewerb mit den Nachbargemeinden. Das Funkenfeuer dient nicht nur zur Unterhaltung der Bevölkerung, sondern ist heute auch ein Fest der Kinder geworden, an dem sie sich mit Lampions, Laternen und Fackeln beteiligen.

Besuchen Sie uns.

Wir freuen uns, Sie am Vorarlberger Funkenfest zu sehen!

Addresse

Himmelstraße 125 / Ecke Höhenstraße
1190 Wien